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Erstes Inklusionsfestival in Würzburg

Wie Musik dabei helfen kann, Barrieren zwischen Menschen mit und ohne Behinderung zu überwinden und Berührungsängste abzubauen, zeigte das erste inklusive Musikfest in Würzburg: Rund 600 Besucher ließen sich am Sonntag (21.09.2014) im Sportpark Herieden in Heidingsfeld von Bands von Einrichtungen und Initiativen für Menschen mit Behinderung aus Würzburg und Umgebung zum Mitsingen, Mittanzen und zu guter Laune anstecken. „Miteinander füreinander“ war zugleich Motto und Programm des Musikfestes, das vom SV Heidinsfeld in Zusammenarbeit mit der Blindeninstitutsstiftung und den Mainfränkischen Werkstätten veranstaltet wurde.

The Braillers, The Human Bridge Band, Mosaik feat. Steffi List, Flic Flac Flop und Synergy – jede der Bands sorgte in ihrem jeweils einstündigen Auftritt auf ihre ganz eigene Weise für gute Stimmung im Festzelt. So unterschiedlich die Menschen mit und ohne Behinderung, die auf der Bühne standen, so unterschiedlich war das Repertoire. Mit einem bunten Musikmix aus Volksliedern, Blues, Swing, über Pop und Rock bis hin zu Rap bedienten die Gruppen viele Geschmäcker.

Im Vordergrund stand neben der musikalischen Leistung die große Hingabe, mit der die Musikerinnen und Musiker das Publikum begeisterten. So sprang der Funke von der Bühne immer wieder auf Jung und Alt gleichermaßen über. Am Nachmittag sorgte Andreas Kümmert im gut gefüllten Festzelt für Gänsehaut, als er unterstützt von einem zweiten Gitarristen mit seiner einfühlsamen Stimme eine Ballade nach der anderen zum Besten gab. Später schrieb er zusammen mit Steffi List am Stand der Kindertafel Würzburg Autogramme.

In seinem Grußwort als Schirmherr des Musikfestes betonte Oberbürgermeister Christian Schuchardt, den Auftrag der Gesellschaft, Barrieren abzubauen, um Menschen mit Behinderung die Teilhabe in allen Bereichen des Lebens zu ermöglichen. Die stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer schloss sich dieser Forderung an und unterstrich die Bedeutung von Vereinen für das Zusammentreffen von Menschen mit und ohne Behinderung. Peter Katzenberger, Vorstand des SV Heidingsfeld, bedankte sich vor allem bei Julian Viering vom Möbelhaus XXXL Neubert und Prof. Dr. Ulrich Roth von der Stiftung Würth, die durch ihre finanzielle Unterstützung das Musikfest erst ermöglicht hatten.

Für einen passenden Rahmen sorgten Info- und Verkaufsstände von Einrichtungen und Initiativen für Menschen mit Behinderung, die trotz des verregneten Wetters gut angenommen wurden. Mit einer Kinderhüpfburg und Kinderschminken war auch für die jüngeren Besucherinnen und Besucher etwas geboten. Glaubt man den begeisterten Aussagen der Musikfans, die bis zu den letzten Klängen am Abend vor der Bühne standen, haben der SV Heidingsfeld, die Mainfränkischen Werkstätten und die Blindeninstitutsstiftung ihr Ziel erreicht und mit dem Musikfest „Miteinander füreinander“ gezeigt: es ist ganz normal, unterschiedlich zu sein.

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